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  • Neue Projektmittel für die Förderung jungen Engagements im Sport

Dank einer Spende der Ingeborg-Gross-Stiftung stehen der Hamburger Sportjugend in 2022 wieder Fördermittel für die Motivation junger Engagierter im Sport zur Verfügung. Die wollen wir an unsere Mitgliedsorganisationen weiterleiten. Gefördert werden können beispielsweise Aktionen, Veranstaltungen, Qualifizierungsangebote, Öffentlichkeitsarbeit oder der Aufbau eines Juniorteams mit bis zu 1.000 Euro. Zielgruppe sind neue oder bereits aktive junge Engagierte im Sportverein bzw. Sportfachverband bis ein­schließlich 26 Jahre.

Förderrichtlinie und  Antragsformular werden in Kürze veröffentlicht.

 

  • Mitgliedsbeiträge BuT-berechtigter Kinder und Jugendlicher ab 01.01.2022

Die Freie und Hansestadt Hamburg stellt das Abrechnungsverfahren für die Sportvereins-Mitgliedschaft von Kindern und Jugendlichen mit Anspruch auf soziokulturelle Teilhabe zum 1.1.2022 um: Die zentrale Abrechnung über das Programm „Kids in die Clubs“ durch die Hamburger Sportjugend entfällt und wird ersetzt durch eine direkte Abrechnung zwischen Sportverein und Bezirksamt bzw. zwischen Sportverein und Sorgeberechtigten.

Die Zahlungen für teilhabeberechtigte Mitglieder in Sportvereinen bleibt damit erhalten. Die Sozialbehörde und die HSJ haben sich diesbezüglich auf ein Anschreiben verständigt, das den Sportvereinen voraussichtlich am 22.11.2021 zugeht.

 

  • Für die erste Breitensport-Studie zu sexualisierter Gewalt wurden fast 4.400 Sportvereinsmitglieder aus elf Landessportbünden befragt.

     

    sportplatz pixabay

     

     

    Hamburg, 04. November 2021 – Wissenschaftler*innen der Bergischen Universität Wuppertal und des Universitätsklinikums Ulm untersuchen seit August 2020 im Forschungsprojekt „SicherImSport“ die Häufigkeiten und Formen von sexualisierten Grenzverletzungen, Belästigung und Gewalt im Vereinssport sowie den Umsetzungsstand von Schutzmaßnahmen in Sportverbänden. An dem vom Landessportbund Nordrhein-Westfalen geförderten bundesweiten Projekt beteiligen sich zehn weitere Landessportbünde, darunter auch die Hamburger Sportjugend (HSJ).

     

    Erste Ergebnisse der Studie zeigen bisher, dass sexualisierte Grenzverletzungen, Belästigung und Gewalt im Vereinssport vorkommen. Ein großer Teil der Sportverbände hat dieses Problem erkannt und Maßnahmen zur Prävention eingeführt. Der weitere Ausbau von Maßnahmen zum Schutz vor Belästigung und Gewalt sowie Anlaufstellen und Unterstützungsangebote für Betroffene im Sport sind wichtig.

    An der Onlinebefragung nahmen 4367 Vereinsmitglieder aus Deutschland teil. Damit ist die Befragung die größte Studie zu diesem Thema in Deutschland. Nach den Ergebnissen der „Safe Sport“-Studie aus dem Jahr 2016 können die Forscher*innen nun auch Daten zum Breitensport vorlegen.

     

    Erste Zwischenergebnisse

    Ein Viertel der befragten Vereinsmitglieder (26%) erfuhr mindestens einmal sexualisierte Grenzverletzungen oder Belästigungen (ohne Körperkontakt) im Kontext des Vereinssports, z. B. in Form von anzüglichen Bemerkungen oder unerwünschten Text-/ Bildnachrichten mit sexuellen Inhalten. Knapp ein Fünftel der Befragten (19%) erfuhr mindestens einmal sexualisierte Belästigung oder Gewalt mit Körperkontakt, z. B. sexuelle Berührungen oder sexuelle Handlungen gegen den Willen. Auch weitere Formen der Verletzung oder Gewalt wurden in der Studie erhoben. So gaben sechs von zehn Personen (64%) an, mindestens einmal emotionale Verletzungen oder Gewalt im Vereinssport erlebt zu haben, also z. B. beschimpft, bedroht oder ausgeschlossen worden zu sein. Vier von zehn Personen (37%) erfuhren mindestens einmal körperliche Verletzungen oder Gewalt, z. B. in Form von geschüttelt oder geschlagen werden und eine von zehn Personen (15%) erfuhr mindestens einmal Vernachlässigung im Vereinssport, z. B. trotz Bedarf, keine angemessene medizinische Versorgung erhalten zu haben.

     

    Unterschiede zwischen Leistungs- und Breitensport

    Zusammengefasst gaben gut zwei Drittel (69%) der Befragten an, mindestens einmal irgendeine Form dieser negativen Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Vereinssport gemacht zu haben. Insgesamt wurde in der Hälfte der Fälle von wiederholten negativen Erfahrungen berichtet, vor allem bei emotionaler und körperlicher Gewalt.

     

    Zugleich gab die Mehrheit der Befragten an, mit dem Vereinssport insgesamt allgemein gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht zu haben. Bei den meisten Vereinsmitgliedern scheint somit der Vereinssport mit überwiegend positiven Erfahrungen verbunden zu sein.

     

    Je höher das sportliche Leistungsniveau ist, desto größer scheint das Risiko zu sein, von Belästigung oder Gewalt betroffen zu sein. So berichten beispielsweise 84 Prozent der Befragten, die auf internationaler Ebene im Leistungssport aktiv waren, mindestens eine Erfahrung von Belästigung oder Gewalt. Dies trifft im Vergleich auf 53 Prozent derjenigen zu, die im Freizeit- oder Breitensport aktiv waren.

     

    In einer weiteren Teilstudie des Forschungsprojektes nahmen 92 Stadt- und Kreissportbünde sowie 215 Sport-Fachverbände in fünf Bundesländern teil und gaben mittels eines Fragebogens Auskunft über den Stand der Prävention und Intervention in ihrer Organisation. Fast alle befragten Verbände bestätigen, dass die Prävention von Gewalt allgemein und insbesondere der Schutz vor sexualisierter Gewalt ein relevantes Thema für sie ist.

     

    Um Kinder und Jugendliche vor sexualisierter Gewalt zu schützen, unterstützt die HSJ Sportvereine und Fachverbände in der Präventions-, Interventions- und Aufarbeitungsarbeit. Mit der „Vereinbarung zum Tätigkeitsausschluss einschlägig vorbestrafter Personen gemäß § 72a Achtes Buch Sozialgesetzbuch“, welche die HSJ mit der Hamburger Sozialbehörde abgeschlossen hat, knüpft sie die Fördermittel für die Mitgliedsorganisationen des Hamburger Sportbundes (HSB) an die Umsetzung des Stufenmodells der Deutschen Sportjugend im DOSB (dsj) und geht in einigen Maßnahmen darüber hinaus.

     

    Die ersten drei Stufen werden in Hamburg seit 2014 umgesetzt; alle weiteren Stufen müssen seit dem 01.01.2021 bis zum 31.12.2022 umgesetzt werden. Die Inanspruchnahme von HSJ-Fördermöglichkeiten ist an den Nachweis der Umsetzung geknüpft.

     

    Daniel Knoblich, HSJ-Geschäftsführer, erklärt: „Gewalterfahrungen sind ein gesamtgesellschaftliches Problem, auch im organisierten Sport müssen wir uns dieser Herausforderung stellen. Dabei ist es am wichtigsten, Kindern und Jugendlichen zuzuhören und sie ernst zu nehmen. Wenn im Verein klar kommuniziert, hingesehen und frühzeitig eingeschritten wird, können wir das Risiko sexualisierter Gewalt gemeinsam verringern.

     

    Eine Zusammenfassung der Ergebnisse gibt es hier.

     

    Mehr Informationen zur Studie:

    Prof. Dr. Bettina Rulofs (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

    PD Dr. Marc Allroggen (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

     


     

     

  • Hamburger Sportjugend im Hamburger Sportbund e.V. (HSJ) ab Januar mit neuer Geschäftsführerin

    Pia Wilke, bisherige Teamleitung Amateursport des HSV e.V., folgt ab 01.01.2022 Daniel Knoblich als Geschäftsführerin der Hamburger Sportjugend.
    Damit steht mit der 32-jährigen Sport- und Eventmanagerin zum ersten Mal eine Frau als Geschäftsführerin an der Spitze der HSJ. Sie konnte sich in einem anonymisierten Auswahlverfahren mit vorangegangener öffentlicher, bundesweiter Ausschreibung der Stelle durchsetzen und wird nun ab Januar als besondere Vertreterin gemäß § 30 BGB die HSJ als hauptamtlich Verantwortliche führen.
    Die Findungskommission, die den Prozess begleitet hat, bestand aus drei Mitgliedern des HSJ-Vorstands (Julian Kulawik, Norman Bergner, Lena Albrecht) sowie in beratender Funktion HSB-Vizepräsident Christian Okun und HSJ-Geschäftsführer Daniel Knoblich.
    „Mit Pia Wilke haben wir eine Nachfolgerin gefunden, von der wir glauben, dass sie – neben ihren fachlichen Qualitäten – menschlich sehr gut zu uns passt. Als langjährige ehrenamtliche Schwimmtrainerin einer Integrationssportgruppe und Hauptgruppenleitung in einem Jugendzeltlager hat sie auch neben ihrem Beruf viel Erfahrung im organisierten Sport gesammelt. Wir freuen uns auf ein gutes Miteinander“, sagt Julian Kulawik, Vorsitzender der HSJ.


  • Auf dem Delegiertentag 2021 wurde folgender Antrag des Bramfelder Sportvereins von 1945 e.V. mehrheitlich beschlossen.


  • Hamburg setzt Maßstäbe im Kinderschutz: Hamburger Sportjugend setzt DOSB-Stufenmodell schon in 2021 um

    Die Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hat das Stufenmodell zur Prävention und zum Schutz vor sexualisierter Gewalt verabschiedet. Die DOSB-Mitgliedsorganisationen verpflichten sich damit zur schrittweisen Umsetzung bis spätestens zum 31. Dezember 2024, mit dem Ziel, den Fokus nicht nur auf die wichtige Präventionsarbeit, sondern auch auf die Bereiche Intervention und Aufarbeitung zu setzen.

    Die Hamburger Sportjugend im Hamburger Sportbund e.V. (HSJ) erfüllt mit der Aktualisierung ihrer „Vereinbarung zum Tätigkeitsausschluss einschlägig vorbestrafter Personen gemäß § 72 a SGB VIII“ bereits in 2021 alle Vorgaben des Stufenmodells zur Prävention und zum Schutz vor sexualisierter Gewalt und geht in einigen Punkten sogar darüber hinaus.


    Die Maßnahmen des Stufenmodells richten sich zu aller erst an die DOSB-Mitgliedsorganisationen – also an den Hamburger Sportbund e.V. (HSB) und die HSJ. Die zusätzlichen Maßnahmen können jedoch erst dann voll umfänglich wirken, wenn sich die Jugendabteilungen der HSB-Mitgliedsvereine und -verbände ebenfalls damit befassen. So wird zukünftig die Förderung der HSJ grundsätzlich davon abhängen, ob Risikoanalysen, Interventionsleitfäden, Verhaltensregeln und ein Beschwerdemanagement entwickelt und implementiert wurden, eine Ansprechperson für das Thema Prävention sexualisierter Gewalt benannt und von der HSJ qualifiziert worden ist und ob deren Kontakt auf der Webseite des Mitgliedsvereins/-verbands veröffentlicht ist. Die HSJ wirkt außerdem darauf hin, dass in den Jugendordnungen der geförderten Mitgliedsvereine/-verbände ein Bekenntnis zur Verurteilung von sexualisierter Gewalt aufgenommen wird. Sie verpflichtet sich auch selbst zur Umsetzung der genannten Kinderschutzmaßnahmen sowie zur Qualifizierung aller hauptamtlich, freiwillig, neben- und ehrenamtlich tätigen Personen im Dachverband.


    Maßgeblich geht die HSJ an einem Punkt über das Stufenmodell hinaus: Es dürfen Hauptamtliche, Freiwilligendienstleistende und Neben- und Ehrenamtliche keinerlei Kontakt zu Minderjährigen haben so lange ein gegen sie gerichtetes Ermittlungs- oder Klagverfahren wegen einer Straftat gemäß § 72 a Abs. 1 SGB VIII läuft.


    Daniel Knoblich, HSJ-Geschäftsführer sagt: „Für uns ist das Thema Prävention sexualisierter Gewalt eine Herzensangelegenheit. Es kann keine zwei Meinungen darüber geben, dass Kinder und Jugendliche im organisierten Sport sicher vor sexualisierter Gewalt sein müssen. Deshalb sind wir auch in unserer aktualisierten Vereinbarung mit der Sozialbehörde über das Notwendige des DOSB-Stufenmodells hinausgegangen. Wie bereits in der Vergangenheit, werden wir auch zukünftig unsere Mitgliedsorganisationen bei der Umsetzung der Maßnahmen tatkräftig unterstützen. Uns ist wichtig, dass Hamburg seiner Verantwortung in Sachen Kinderschutz gerecht wird!“


    Mehr Informationen zum Thema finden Sie unter

    https://www.hamburger-sportjugend.de/praevention/sexualisierte-gewalt/gesetzliche-grundlagen,

    das DOSB-Stufenmodell unter

    https://www.dsj.de/kinderschutz/dsj-stufenmodellpotas/.

 

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